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Die Gründungszeit und die 20er-Jahre

Keine andere Metropole dieser Welt wird so sehr mit Helden assoziiert wie Paragon City. Was im 18. Jahrhundert eine Ansammlung kleiner, kolonialer Dörfer war, wurde noch während des Bürgerkrieges zu einer geschäftigen Hafenstadt. Nach dem Krieg entwickelte sich die Stadt zu einem Zentrum für Industrie, Wissenschaft und Handel in Amerika. Im Laufe des ersten Viertels des 20. Jahrhunderts begann Paragon City, seinem Namen gerecht zu werden und erlebte eine Blütezeit, die sich jede andere Stadt nur wünschen konnte.

...rissen nun die Macht über die Stadt mithilfe von Bestechung, Einschüchterung und Mord an sich....

Dann brach die Katastrophe herein: Der Börsenkrach von 1929 zog eine wirtschaftliche Depression ungeahnten Ausmaßes nach sich. Jahrzehnte ungehemmten Wachstums machten Paragon City besonders anfällig für die verheerenden Auswirkungen der Depression. Die Wirtschaft kollabierte und die soziale und politische Ordnung taten es ihr nach. Kleinkriminalität und organisiertes Verbrechen breiten sich aus. Die Köpfe der Schwarzhändler-Banden der 20er-Jahre, die sich bereits während der Prohibition etabliert hatten, rissen nun die Macht über die Stadt mithilfe von Bestechung, Einschüchterung und Mord an sich.

Paragon City wurde zu einer Stadt, in der jeder Polizeibeamte korrupt, jeder Politiker unter der Fuchtel eines Verbrechers und jeder zweite Einwohner arbeitslos war. Es gab niemanden, der Hoffnung spendete, niemanden, der sich für die Unterdrückten und Geknechteten einsetzte. Doch dann kam Statesman. Geboren als Kind armer Eltern begann Marcus Cole bald, nachdem er im Ersten Weltkrieg als Soldat in der US Army gedient hatte, seine Transformation zum weltberühmten Helden. Anstatt nach Kriegsende 1918 heimzukehren, reiste er weiter nach Osten, um die Welt zu entdecken. Wohin er ging und was ihm in diesem verlorenen Jahrzehnt widerfuhr, bleibt bis heute ein Geheimnis. Kein Geheimnis ist, dass er 1931 bei der Rückkehr seines Schiffes in den Hafen von Paragon City nicht mehr der junge Soldat war, der einst auszog, um in Europa für Freiheit zu kämpfen.

Coles Stärke bewegte sich jenseits des menschlichen Vermögens und Fäuste, Messer und selbst Kugeln...

Cole behauptete, es sei ihm gelungen, die Kraft seines inneren Willens zu erschließen - was es mit dieser Erklärung auf sich hatte, bleibt ein Rätsel. Woher diese Kräfte auch immer stammen mochten - sie waren etwas, das niemand seit dem Zeitalter der klassischen griechischen Helden gesehen hatte: Superkräfte. Coles Stärke bewegte sich jenseits des menschlichen Vermögens und Fäuste, Messer und selbst Kugeln konnten ihm nichts anhaben. Wie auch immer er an diese Kräfte gelangt war - Cole hatte nun einen Grund, sich ihrer zu bedienen: die Rettung seiner geliebten Stadt vor sich selbst. Der zukünftige Held gab sich den Namen Statesman und nahm eine Identität an, die alle Werte und Ideale verkörperte, die Paragon City damals vergessen hatte.

Statesman stellte sich gegen das Verbrechen und verfolgte gnadenlos Gangsterbosse, korrupte Politiker und andere Verbrecher. Sein Kostüm erlaubte es ihm, sich vor der Polizei zu verstecken und dennoch einen unauslöschlichen Eindruck bei der Stadtbevölkerung zu hinterlassen. In ein paar kurzen Monaten hatte er bereits vieles verändert. Doch seine anfänglichen Erfolge führten nur dazu, dass sich die Kriminellen der Stadt gegen ihn vereinigten. Das Blatt wendete sich, als ein anderer kostümierter Held aus dem Nichts in der Stadt auftauchte: Dark Watcher. Bald darauf kamen noch weitere zum Vorschein: Dream Doctor, Maiden Justice und andere. Von Statesman inspiriert betraten außergewöhnliche Männer und Frauen die Bühne, um sich der Herausforderung zu stellen.

...Im Laufe der 30er-Jahre gelang es den Helden der Phalanx, ....

Die Bekämpfung des organisierten Verbrechens verlangte nach organisierten Helden. Inspiriert von der Solidarität, die die Soldaten des antiken Griechenland in Zeiten der persischen Tyrannei demonstrierten, nannte Statesman seinen neuen Zusammenschluss von Helden Freedom Phalanx. Im Laufe der 30er-Jahre gelang es den Helden der Phalanx, Paragon City mit ihrem gerechten Kampf aufzuräumen. 1936 sorgten die Wahlen für den Stadtrat und das Bürgermeisteramt dafür, dass eine Reihe heldenfreundlicher Kandidaten in dieses Gremium einzogen und schließlich 1937 das Bürgerwehrgesetz verabschiedeten. Dieses Gesetz ermöglichte es den Bürgern und Helden, Kriminelle selbst zur Rechenschaft zu ziehen, so lange sie sich an die gleichen Einschränkungen hielten, die auch für Polizeibeamte galten.

So wurde die Freedom Phalanx in einem Zeitraum von nur fünf Jahren von einer zusammengewürfelten Gruppe Helden zu einer rechtlich anerkannten, im ganzen Lande gelobten Organisation für die Verbrechensbekämpfung. Der kostümierte Held wurde zu einem Teil des nationalen Bewusstseins und erhellte wie ein Leuchtfeuer der Hoffnung die Dunkelheit der Depression. Andere Helden schlossen sich dem Kampf an, aber es tauchten auch Superschurken auf, die sich als neue und gefährliche Bedrohung breitmachten. Paragon City trug diese Entwicklungen und erlebte, wie die Helden die gefährlichste Stadt Amerikas in den Stolz der Nation verwandelten. Das Zeitalter der Superhelden hatte begonnen.